Moriz. (lachend) Rosaffa! ha, ha, ha!

Florentin. (nimmt den Becher von neuem auf) Es lebe hoch Sr. Durchlaucht Herzog Moriz von Kanella! (Zerstreuung simulirend) O, verzeiht, ich vergas mich, ich weis nicht mehr, was ich spreche.

Moriz. (sezt bestürzt das Glas nieder) Was war das?

Florentin. (angenehm) Vielleicht ein gutes Prognostikon!

Moriz. (strenge) Graf, äfft mich nicht! — (beide schweigen und beobachten sich lange)

Moriz. Graf, Ihr gäbet den Mahlern einen treflichen Heiligenkopf ab — mit Lust würde man dazu Eure Mienen kopiren, denn man würde den Heilgen in Euch, ohne Heilgenschein, erkennen. — Lüget Euer Gesicht nur nicht?

Florentin. (lächelnd) Ich antworte kein Ja, oder Nein, um wenigstens den Mund nicht lügen zu lassen.

(abermahlige Pause)

Florentin. Wie ists, mein gnädigster Fürst, wie ists mit Euerm Entschluß die Volksgährung betreffend? — Laßt uns den Aufrührern beizeiten entgegenarbeiten!

Moriz. Fürchtet Ihr denn Gefahr?