„Seit ich bei Ihnen bin, kann ich ja sagen.“

„So haben Sie ein gnügsames Herz, wenn Sie vom Himmel nicht mehr erwarten, als von meiner Gesellschaft.“

„Sie können die Grade meiner Seligkeit versteigern, können mich weit über meine Erwartungen hinausführen.“

„Ich versteh Sie nicht. Wohin führen?“

„Wohin Gefühl und Einsamkeit in einer nächtlichen Laube führen können.“ Antwortete Duur und sah dabei dem liebenswürdigen Mädchen tief ins Auge.

Ihre Hände verstrickten sich von beiden Seiten fester in einander, ihre Blicke verloren sich in einander. — Das Mädchen lächelte ihn unbefangen an, und schüttelte den Kopf zu seinen Worten.

Duur fand sich in einer kleinen Verlegenheit; er kannte seine Gegnerin zu wenig, und zu wenig den Charakter der itzigen Zeitgenossinnen.

Er nahm sichs vor, diese Gelegenheit zur Bereicherung seiner Erfahrung zu benutzen, obwohl schüchtern; denn er wußte nicht, wer zulezt in der gefährlichen Prüfung mehr verlieren könnte, er, oder das Mädchen.

Das Umhertreiben seiner Gedanken machte ihn ein Weilchen stumm. Gott weiß, womit sich inzwischen des Mädchens Geist beschäftigte; es maß und musterte den sonderbaren Fremdling, und schien doch dabei immer mehr, mit sich, als mit ihm zu schaffen zu haben.

Beide wurden der unartigen Pause inne; beide hatten den Faden des Gesprächs verloren; beide suchten ihn ängstlich auf und keiner wußte ihn zu finden.