Sie brachen auf, und verliessen traurig die Ruinen des Duurschen Schlosses.

„Gute Nacht; mein Oheim! gute Nacht, Rikchen! gute Nacht, du liebe, theure Heimath meiner Jugend!“ rief weinend Florentin.

Ein Westwind säuselte durch die dunkeln Gesträuche; ein leiser Schauer umwallte die Wandrer; im Flüstern des Windes wars, als lispelten die Geister der Entschlummerten ihm ein stilles Lebewohl nach.

Vierter Abschnitt.

Erstes Kapitel.
Mont-Rousseau.

„So sey es denn! Ich bin des Wanderns müde. Die Reise war der Mühe werth; die kleine Mühe ist mir herrlich belohnt. — Ich bins zufrieden, Josselin, laß uns eilen nach Mont-Rousseau. Der erste September liegt nahe vor der Thür; Du sehnest Dich nach Deiner Rosalia, und ich mich endlich nach Ruhe!“ —

Herzlich stimmte Josselin in den Willen seines Reisegefährten; sie kehrten um, und zogen graden Wegs nach Mont-Rousseau.

„Die wengen bittern Stunden dort werd’ ich ja auch noch überleben, und dann weg von der Welt, aus welcher ich nichts mitnahm, als ein blutendes Herz, auf ewig in den Schoos der Einsamkeit!“

Josselin lachte bei diesen Seufzern seines Freundes. Duur sah ihn verlegen an; das Lachen war ihm räthselhaft, so räthselhaft wie einst beim Abschiede von Gobby.

Er konnte länger nicht seine Verwundrung verheelen. Er bat den Lacher um Aufschluß; aber statt dessen erhielt er eine Menge Worte mit unbedeutendem Sinn.