„O Imada, können Sie noch fragen?“
„Allerdings. Hab’ ich Ihnen von Ihrem Aufenthalte bei uns nicht alles Lieb’ und Gute verheissen?“
„Aber nur das nicht verheissen, was mich in der Welt allein glücklich machen, und mit meinem unglücklichen Leben allein aussöhnen könnte.“
„Lieben Sie mich wirklich?“
„Imada — zweifeln Sie wirklich?“
„So kommen Sie, ohne daß uns eine Seele bemerkt, sogleich wieder ins Schloß zurück.“
„Lassen Sie mich fliehn. Ich fürchte den morgenden Tag. Ich kann diesen schrecklichen Tag unmöglich in Ihrer Gesellschaft überleben. Lassen Sie mich fliehn.“
„Sie wollen also davon, und wissen doch, wie unaussprechlich theuer Sie mir sind? — Nun, so muß ich Gebrauch von meiner Gewalt machen. — He, herbei! der Deserteur ist gefangen!“
Kaum hatte sie diese Worte gerufen, als lachend die ganze Schaar, welche Florentin längst im tiefsten Schlummer glaubte, aus dem Schloßthore hervoreilte, Josselin, Gabonne, Holder, Gobby, Silberot und die Damen.
Florentin, umringt von der scherzenden Menge, welche ihn mit freundlichen Vorwürfen bestürmte, mußte sich gern oder ungern zum Kriegsgefangnen ergeben.