Ueberzeugt von dem wenigen Werth dieser Arbeit, die schon vor mehrern Jahren beendigt war, stand ich lange an, den Rest derselben herauszugeben. Es geschieht izt, wiewohl die lesende Welt gewiß durch diese Gutwilligkeit nichts gewinnt; es geschieht, theils um das schmeichelnde Verlangen meiner Freunde und mancher Unbekannten zu erfüllen, theils um eine Gelegenheit zu haben, öffentlich zu gestehn: daß das schönste Loos, welches ich diesem Märchen wünsche, sey — Vergessenheit! — Ist dieses erfüllt: so wird mir manche brennende Schaamröthe erspart seyn.

Nimm inzwischen, Du, mein Lieber, dieser Gemälde Schluß; lies und sinn, lächle und denke, wenn hie und da sich ein bekanntes Schauspiel vor Deine Seele hindrängt: es war und wird nicht wieder seyn!

Nimm diese Gemälde, aber nicht, als ein Ganzes, mit den nothwendigen Parthien kunstgerecht ausgesteuert, oder worin Licht und Schatten sorgfältig nach der Regel abgemessen wären; sondern denke, daß sie nur, als hingeworfne Linien, nie blinde Umrisse gelten können, an sich selbst ohne Werth, nur reich an Spielräumen für eine geschäftige Phantasie.

Nimm und denke, manches dieser Bilder sey ein Leichenstein erstorbner Freuden; ein kleines Monument grosser, seeligkeitsvoller Augenblicke, die wir einst unser nannten; ein trauriges Mementomori für die Himmeltage, welche für uns beide noch auf Erden, vielleicht in den paradiesischen Thälern der Schweiz oder Italiens anbrechen dürften.

Hinfällig sind aber diese Monumente, wie die Freuden selber waren, auf welche sie hindeuten. Mancher wird sie betrachten, sie tadeln, sie loben — aber gewiß, jeder wird sie vergessen. Nur Dich mögen sie in einer einsamen Stunde oft erinnern an Deinen Freund, den

Verfasser

Inhalt
des dritten Bändchens.

Erster Abschnitt.
Erstes Kapitel. Die Auferstehung.[1]
Zweites Kapitel. Idalla’s Hütte.[11]
Drittes Kapitel. Ein halbes Jahr.[16]
Viertes Kapitel. Die Erzählung.[20]
Fünftes Kapitel. Die Verwandlung.[25]
Sechstes Kapitel. Der Wechselgesang.[29]
Siebentes Kapitel. Das Abentheuer im Walde.[37]
Achtes Kapitel. Louisens Erscheinung.[42]
Neuntes Kapitel. Imada.[49]
Zehntes Kapitel. Der Winter.[56]
Zweiter Abschnitt.
Erstes Kapitel. Auswanderung in die neue Welt.[60]
Zweites Kapitel. Das Abentheuer am Schlagbaum.[65]
Drittes Kapitel. Der Commendant.[68]
Viertes Kapitel. Für keinen Freund des achtzehnten Jahrhunderts.[73]
Fünftes Kapitel. Fortsetzung, oder: der Commendant plaudert.[77]
Sechstes Kapitel. Rosalia medisirt.[88]
Siebentes Kapitel. Die Spazierfahrt.[92]
Achtes Kapitel. Gobby.[102]
Neuntes Kapitel. Der Kupferstich.[109]
Zehntes Kapitel. Der Salomonismus.[114]
Eilftes Kapitel. Josselin.[125]
Zwölftes Kapitel. Brüderschaft.[129]
Dreizehntes Kapitel. Erscheinungen.[137]
Vierzehntes Kapitel. Traumwunder.[145]
Funfzehntes Kapitel. Die schwarzen Brüder.[154]
Sechzehntes Kapitel. Dialog. Aufklärungen.[164]
Dritter Abschnitt.
Erstes Kapitel. Nur Einleitung.[169]
Zweites Kapitel. Verzweiflung.[172]
Drittes Kapitel. Sie wandern alle in ihre Heimath.[184]
Viertes Kapitel. Sie reisen zur Hochzeit.[187]
Fünftes Kapitel. Zuerst ins Tollhaus.[190]
Sechstes Kapitel. Was ist der Mensch![204]
Siebentes Kapitel. Das Fest der Menschheit.[215]
Achtes Kapitel. Ach![227]
Neuntes Kapitel. Hoffnungen. — Die Todtenfeier.[234]
Zehntes Kapitel. Die Fußtapfen der schwarzen Brüder.[252]
Eilftes Kapitel. Sie wandern weiter.[263]
Zwölftes Kapitel. Die Heimath.[271]
Vierter Abschnitt.
Erstes Kapitel. Mont-Rousseau.[276]
Zweites Kapitel. Das Willkommen.[279]
Drittes Kapitel. Die Flucht.[286]
Viertes Kapitel. Der Bräutigam erscheint.[295]
Fünftes Kapitel. Epilog an die Leser.[299]

Die
schwarzen Brüder.

Erster Abschnitt.