Kapitän Mors hatte im Benehmen der Mannschaft nicht das geringste Verdächtige bemerkt, sondern nur gesehen, daß die Irländer und die Franzosen ihre Pflicht taten.

Wilkes und Penn zeigten sich besonders lernbegierig, und da sie großes Geschick und vortreffliche Kenntnis des Ingenieurwesens besaßen, hoffte Terror, sie bald zum Gebrauch der geheimnisvollen Maschinen heranzuziehen.

So erfuhren diese beiden immer neue Geheimnisse der Maschinen und Kapitän Mors ahnte nicht, daß er damit die Verschwörung zur Reife brachte.

„Jetzt wissen wir genug,“ flüsterte Wilkes am Abend des dritten Tages seinem Gefährten Penn zu. „Mehr brauche ich nicht zu wissen. Jetzt kann ich dieses wunderbare Fahrzeug selber lenken. Nun kann es losgehen. Wenn der Maskierte schlafen geht, brechen wir los und wenn der Terror uns hindernd in den Weg tritt, wird er niedergeschlagen. Wenn der neue Morgen kommt, müssen wir die Herren des neuen Weltenfahrzeuges sein. Dann geht es zur Erde zurück, dann wollen wir selber mal Luftpirat spielen.“

Es war Mitternacht und Kapitän Mors, der um elf Uhr von Terror abgelöst worden war, lag im festen, ruhigen Schlummer.

Anita und Lucy Long halfen dem Astronomen, da sie sich in jeder Weise nützlich zu machen suchten. Professor van Haalen war für diese Hilfe sehr dankbar und hatte den beiden jungen reizenden Geschöpfen verschiedene notwendige Beobachtungen übertragen.

Plötzlich hörte Kapitän Mors, wie jemand hart an die Tür seiner Schlafkajüte klopfte.

Sofort fuhr er in die Höhe.

„Was gibt es?“ rief der Luftpirat mit dröhnender Stimme. „Wer ist da draußen?“

„Ich bin’s, Kapitän, ich,“ tönte Terrors Stimme. „Soeben bin ich mit Mühe und Not dem drohenden Tode entronnen.“