Kapitän Mors blieb noch eine ganze Weile bei dem Wächter und beide Männer blickten auf das Meer, aber die Nebelmassen zogen sich immer dichter und dichter zusammen.
Der Mann an der Seite des Kapitän Mors schien öfters zusammenzuzucken, er zitterte krampfhaft und Kapitän Mors schien dies bald zu bemerken.
„Fühlst Du noch immer die krankhaften Zuckungen in Deinem Körper?“ fragte er plötzlich. „Ich habe diesen Zustand auch bei Deinen Gefährten beobachtet, welche die Fahrten im Weltenfahrzeug unternahmen.“
„Allerdings, Kapitän,“ klang es zurück. „Zeitweise ist es, als ob die Glieder völlig gelähmt seien, es gibt Stunden, in denen man sich kaum bewegen kann.“
„Seltsam,“ murmelte Kapitän Mors. „Weder ich, noch Star oder Terror haben etwas von diesen Anfällen bemerkt, auch die Töchter des Ingenieurs und der Astronom sind von solchen Anfechtungen verschont geblieben. Es scheint, daß nur die Inder unter den Fahrten im Weltenfahrzeug leiden. Das kommt wohl daher, daß sie aus einem tropischen Lande stammen, und ihre Körper weniger widerstandsfähig sind, als die der Europäer.“
„Ich glaube es auch, Kapitän, aber wir werden uns daran gewöhnen. Wir werden aushalten, bis wir bei den Fahrten im Weltenraum dieselbe Widerstandskraft besitzen. Der Mensch gewöhnt sich ja an alles.“
„Das ist richtig,“ antwortete Kapitän Mors, „aber ich habe keine Lust, die Gesundheit meiner getreuen Anhänger zu vernichten. Dabei bin ich doch auf meine Inder angewiesen. Nun vielleicht wird sich auch hier Rat schaffen lassen.“
Das verdächtige Licht zeigte sich nicht mehr und die Nebel blieben. Die Sonne vermochte nicht, diese grauen Massen zu durchbrechen, es schien, als hätte eine böse Fee die Insel und das ganze weite Meer verzaubert.
Kapitän Mors sprach nicht über die Beobachtung des Inders, aber er ließ alle nur erdenklichen Vorsichtsmaßregeln treffen.
An den meisten Stellen war ja die Insel völlig unzugänglich und bot den Anblick einer kolossalen Felsenmasse.