Das schien auch diesmal der Fall zu sein, denn der Wind nahm derartig zu, daß sich die majestätischen Stämme der Kokospalmen wie dünne Grashalme bogen, daß die Kronen der Palmen beinahe den Erdboden berührten.

Aber für die Bewohner der Insel war nichts zu besorgen.

Alle Gebäude waren fest errichtet und an Stellen erbaut, wo sie gegen den wütenden Sturm Schutz fanden. Die Häuser an der Haupteinfahrt bestanden aus Stein und konnten selbst dem wütendsten Orkan Trotz bieten.

Fürchterlich war das Tosen des rasenden Gesellen, das Geheul und Gebrüll der Brandung, die Wellen schlugen an die Felsenküste, als wollten sie die Klippen zertrümmern.

„Wenn Feinde von uns draußen sind, geht es ihnen schlecht,“ sprach Ingenieur Star zu Kapitän Mors. „Mögen sie nun nahen, wie sie wollen, der Orkan verdirbt ihnen den Spaß. Selbst wenn sie unter dem Schutze des Nebels die teuflischsten Anschläge geplant hätten.“

Mors gab keine Antwort, aber er teilte offenbar die Ansicht seines Gefährten.

Es durfte sich niemand aus den Häusern wagen, der Orkan schleuderte alles zu Boden. Nur der Luftpirat verließ einige Male sein Hauptquartier, dieser eiserne Mann trotzte selbst der Gewalt der Elemente.

Der Abend kam und der Orkan wütete mit unverminderter Gewalt fort, die Nebelmassen aber waren jetzt völlig verschwunden.

Der Sturm hatte sie hinweggefegt und nun bot die See ein Bild, wie man es selten zu schauen vermochte.

Haushohe Wogen jagten daher, und schlugen mit fürchterlicher Gewalt gegen die Klippen, die ihnen den Weg versperrten.