Lange arbeiten konnte man freilich nicht, da die eigenartige Luft zu öfterem Ausruhen mahnte. Selbst Kapitän Mors fühlte schon nach wenigen Stunden eine Erschlaffung, die er kaum mit seiner eisernen Energie besiegen konnte.
Unter diesen Umständen konnte der erzwungene Aufenthalt auf dem kleinen Planeten längere Zeit in Anspruch nehmen.
Verdächtiges zeigte sich aber nicht, nichts Lebendes war zu erblicken, die Wächter sahen keine befremdlichen Erscheinungen. Man hörte nur das Donnern des Vulkans, der sich aber immer mehr zu beruhigen schien.
Als am dritten Tage der Professor seine Bitte wiederholte, gab Kapitän Mors nach.
„Ich gehe selbst mit,“ sprach er. „Lindo kann während meiner Abwesenheit die Arbeit allein fortsetzen. Selbstverständlich nehmen wir unsere elektrischen Waffen mit, auch wollen wir uns nicht allzu weit entfernen. Unser Marsch geht nach dem Walde hinüber.“
Der Professor strahlte vor Entzücken, der sonst so ernste Mann wußte gar nicht, wie er seine Freude beherrschen sollte. Er brannte vor Ungeduld, einen Blick in diese Wunderwelt zu tun, während Kapitän Mors seine gewohnte Ruhe und Geistesgegenwart zeigte.
Star sollte auch zurückbleiben. Kapitän Mors bestimmte drei Inder, die ihn und den Professor begleiten sollten.
Hierauf versah man sich mit Lebensmitteln, mit Instrumenten, die ein Verirren verhindern sollten, ferner mit den furchtbaren elektrischen Waffen.
Der Planet besaß eine ungemein schnelle Umdrehung, und da er sehr klein war, so dauerte der Tag wenig mehr als eine Stunde, ebenso war es mit der Nacht, jedoch erleuchtete während der Finsternis zuweilen der Mond die seltsame Umgebung.
Damit mußte man also von Anfang an rechnen, und Kapitän Mors beschloß, während der Dunkelheit verdächtige Distrikte zu meiden. Er setzte sich mit seinen vier Begleitern in Marsch und nun ging es über das unebene Terrain nach der Vegetationszone hinüber.