Lindo kam dem Kapitän mit großen Sprüngen entgegen.

Es sah sonderbar aus, wie er mit der Leichtigkeit eines Federballs über ziemlich hohe Felsblöcke hinwegsprang, aber das war ja kein Wunder, auf diesem kleinen Weltkörper konnte der um so vieles leichtere Menschenkörper auch höhere Sprünge unternehmen, ohne sich im mindesten zu verletzen.

„Was gibt’s?“ fragte Mors. „Ist etwas Besonderes vorgefallen?“

4. Kapitel.
Die Geheimnisse des Feuerberges.

„Da unten in dem ausgebrannten Vulkan ist es nicht ganz richtig,“ meinte Lindo. „Der ist wohl bloß scheinbar erloschen. Wir haben schon mehrmals sonderbare Töne vernommen, ein Zischen und Fauchen und zwar als es dunkel war. Das ist ja hier eine merkwürdige Geschichte. Tag und Nacht ist so rasch, daß man kaum zur Besinnung kommt. Da unten in dem Krater sind vielleicht die unterirdischen Gewalten tätig. Genug, da könnte es leicht sein, daß uns plötzlich ein Lavastrom überraschte. Das wäre doch eine bedenkliche Sache.“

Kapitän Mors ging sofort nach der Stelle, wo der „Meteor“ halb aus dem Krater hervorragte.

Er bog sich hinab und lauschte nach der Oeffnung hin, die seitwärts in das Innere des Planeten hineinführte, denn dort waren wohl ehemals die Lavaströme hervorgekommen.

Es blieb aber alles ruhig, es ließ sich nichts Besonderes vernehmen.

„Es war sicherlich siedende Lava,“ sprach Lindo, „es brauste und zischte, wie in einem Höllenkessel. Da links aber, wo sich die große Höhlung befindet, da war es auch nicht richtig. Da hinter den Felsblöcken haben wir auch ein sonderbares Geräusch vernommen, was freilich ganz anders klang. Ich sage Euch, Kapitän, die unterirdischen Gewalten ruhen nicht, die können bei der ersten Gelegenheit hervorbrechen. Da wäre es mit unserem „Meteor“ vorbei, da könnten wir unser Leben auf dem unheimlichen Planeten beschließen.“

Diese Erklärung Lindos brachte Kapitän Mors auf den Gedanken, vorerst weitere Wanderungen auf dem merkwürdigen Weltkörper zu unterlassen und seine ganze Energie der Wiederherstellung des Weltenfahrzeuges zuzuwenden.