Der Professor freilich schwärmte noch immer von diesen Wundern einer Welt, die für den Erdenkörper seit hunderttausenden von Jahren verschollen waren. Er glühte vor Forschereifer, er wollte auch die Geheimnisse des großen Feuerberges erforschen.

Da gab es allerdings Geheimnisse genug, denn dieser Ausbruch war ganz anders, als eine Katastrophe auf dem Erdball.

Man konnte diese Vulkanausbrüche mit den regelmäßigen Atemzügen eines schlummernden Riesen vergleichen.

Zeitweise war alles still, diese Ruhe dauerte manchmal eine viertel oder gar eine halbe Stunde. Da lag der ungeheure Vulkan so ruhig, als wäre das unterirdische Feuer vollständig erloschen.

Dann aber hörte man ein dumpfes, langanhaltendes Grollen, dem ein merkwürdiges Aechzen und Schnauben folgte. Es war, als ob das riesige Ungeheuer, welches in der Tiefe zu ruhen schien, Atem holte und so zu einer gewaltigen Kraftanstrengung Luft schöpfte.

Dann tönte das Grollen von neuem, unmittelbar darauf folgte eine Art schreckliches Gebrüll, aus dem hochragenden Gipfel stieg eine fürchterliche Dampfwolke empor, gleichzeitig sah man durch diese ungeheuer große Lavastücke in die Lüfte fliegen.

Sie wurden mit einer solchen Gewalt emporgeschleudert, als ob sie aus der Mündung eines kolossalen Geschützes ausgestoßen würden.

Das war ein großartiger Anblick, noch großartiger aber war es, wenn dieser Ausbruch in der Dunkelheit erfolgte, wenn diese riesigen glühenden Lavablöcke auf den Abhängen des Vulkans niederschmetterten, zerplatzten und einen Feuerregen umherschleuderten.

Es war ein natürliches Feuerwerk, welches aller menschlichen Begriffe spottete.

Die Leute im Weltenfahrzeug wurden nicht müde, diese entfesselten Naturgewalten anzustaunen, aber Kapitän Mors winkte jetzt seinem treuen Lindo, daß er sich beeilen sollte, denn es galt nun, die schwierigste Arbeit zu verrichten. Die metallnen Gelenke mußten wieder auf den Diamanten montiert werden und da war die größte Vorsicht geboten.