Kapitän Mors und sein getreuer Lindo arbeiteten also unablässig weiter. Sie strengten alle Kräfte an, sie arbeiteten sogar beim Schein der elektrischen Laternen, wobei ihnen noch der Mond behilflich war, der jetzt des Nachts sein strahlendes Licht verbreitete.
Die Atmosphäre war klarer geworden, in der Nacht sah man häufig die Sterne funkeln. Die Wolken hatten sich teilweise nach den Wäldern zurückgezogen.
Aber es war noch etwas, was Lindo beunruhigte. Die sonderbaren Töne, die er zuweilen aus der Kluft vernahm.
Der Kapitän hielt es für Täuschung, aber Lindo hegte Bedenken, er meinte immer, daß in dieser dunklen Kluft sich irgend etwas verbergen könnte, etwas Gefährliches, was es aber war, wußte er nicht und konnte es auch nicht wissen.
Kapitän Mors kümmerte sich nicht darum und meinte, es wäre nur eine Täuschung. Lindo aber warf während der Arbeit oft einen Blick nach der Gegend, wo die Felsblöcke lagen. Er glaubte, dort sei etwas Rätselhaftes, etwas Unheimliches verborgen. Dort aus der Kluft könnte plötzlich das Verderben hervorbrechen.
5. Kapitel.
Die Ungeheuer der Tiefe.
So vergingen die Tage und die ebenso langen Nächte rasch dahin, Mors und Lindo gönnten sich nur die notwendigste Ruhe.
Die in dem Weltenfahrzeug befindlichen Leute mußten fortwährend nach dem Feuerberg Ausguck halten und nachsehen, ob sich nicht etwa die rote Laterne oder die rote Flagge zeigte.
Bis jetzt war aber nichts zu sehen gewesen. Die Gefahr lag also noch fern. Noch hatte der Professor das Warnungssignal nicht gegeben.
Inzwischen näherten sich die Reparaturarbeiten ihrem Ende. Die Verbindungen waren schon wieder hergestellt, aber nun kam die schwierigste Arbeit. Man mußte die neuen Gelenkstangen auf die in dem Weltenfahrzeug angebrachten riesigen Diamanten montieren.