„Hört, Kapitän, hört,“ rief er stutzend, „hört Ihr nicht die seltsamen Laute? Das ist etwas ganz anderes, das ist das, was Ihr immer nicht glauben wolltet. Es kommt von jener verdächtigen Kluft her, es ist ein richtiges Schnarchen und Röcheln!“
In der Tat hörte Kapitän Mors jetzt selbst die Töne, von denen Lindo mehrmals erzählt und die er für Täuschung gehalten.
Der Eingang der Kluft war von dem Ort, wo die beiden Männer hantierten, durch einige emporragende Felsen verdeckt.
Bald schien auch das Röcheln und Schnarchen zu verstummen.
Kapitän Mors wendete sich wieder seiner Arbeit zu, als Lindo von neuem aufschrie:
„Kapitän, da seht — da, eine Schlange! Eine ganz seltsame Schlange!“
Der Luftpirat fuhr herum.
Richtig, dort über der Klippe, hinter der die Kluft lag, ragte etwas hervor, was wie der Hals einer riesigen Schlange aussah.
An diesem Hals aber hing ein sonderbarer Kopf, von ganz merkwürdiger Form, der war nicht schlangenartig, sondern fast eckig, aus diesem Kopf ragte eine lange, gelbe Zunge heraus, der Rachen war geöffnet und in diesem sah man geradezu grauenvolle Zähne.
Aber am fürchterlichsten waren die Augen an diesem Kopf, denn die standen wie auf Sockeln, sie waren so groß wie Fäuste und flimmerten wie Karfunkel.