Dieses war schon vor ungefähr vierzig Jahren auf der Erde entdeckt worden und hatte zu den seltsamsten Vermutungen Anlaß gegeben.
Man bezeichnete es als die rote Wolke. Es war dies ein eiförmiger Fleck, der in der dichten Atmosphäre des Jupiter zu schweben schien.
Einige Astronomen glaubten, es sei eine besonders starke Wolkenbildung, die durch irgend einen Umstand die dunkelrote Färbung zeigte.
Andere Beobachter aber glaubten an fürchterliche Vulkanausbrüche dieses Planeten, der sich noch im Urzustand befinden mußte. Die gleiche Meinung hatte auch der Professor.
Beim Näherkommen gewahrte man übrigens, daß man von der Oberfläche des Planeten so gut wie gar nichts sehen konnte.
Das, was man erblickte, waren alles Wolken, welche den Riesenkörper umhüllten, Wolken, welche die Sonnenstrahlen aufleuchtend grell reflektierten.
Der Professor meinte, es würde schon noch anders kommen und war überzeugt, daß man über kurz oder lang einen Blick auf die Oberfläche des Planeten werfen könne.
Der Gelehrte vergaß jede Gefahr und war nur darauf gespannt, die Rätsel des ungeheuren Weltkörpers enthüllt zu sehen.
Er gönnte sich keine Ruhe, vergaß Speise und Trank, und es kam oft genug vor, daß er bei seinen Fernröhren und Instrumenten, von der Müdigkeit überwältigt, die Augen schloß.
Die rote Wolke verschwand übrigens bald, was nicht verwunderlich war, da sich ja der riesige Planet in noch nicht zehn Stunden um seine eigene Achse dreht.