Tag auf Tag ging vorüber, ohne daß sich etwas Besonderes ereignete.
Am Horizont zeigten sich zuweilen die Wogen des rätselhaften Ozeans, dessen blaue Linie aber niemals bis zu den Sanddünen vorrückte.
Freilich war die erste Landungsstelle, wo das Weltenfahrzeug strandete, ziemlich weit entfernt und die mochte von Zeit zu Zeit vom Ozean überflutet werden.
Alles deutete darauf hin, daß die neue Welt hier erst in der Entwicklung begriffen war.
Es gab grauenvolle Stürme, die mit entsetzlicher Wut tobten. Stürme, die es begreiflich machten, daß hier kein höherer Pflanzenwuchs vorhanden war. Jeder Baum wäre durch diese fürchterlichen Orkane entwurzelt worden, aber die zähen, stachligen Graspflanzen beugten sich nur und schienen durch den Ansturm desto festeren Halt zu bekommen.
Die Fische und sonstigen Lebewesen im Meere wurden durch die Wut der Stürme gar nicht berührt, sondern tummelten sich lustig in der klaren Tiefe.
Die ungeheuren Sanddünen schützten das Weltenfahrzeug und wenn das Wetter ruhig war, konnte man zuweilen in einiger Entfernung die Ausbrüche der Geyser beobachten.
Am großartigsten sah es aus, wenn von den Felsen kochende Gewässer herabrieselten und wunderbar gefärbte Dämpfe in die Höhe stiegen. Dann glich die Landschaft in der Tat einem übernatürlichen Ort, auf dem zahllose Wunderfontänen emporsprudelten.
Die fünf Inder aber, welche sich mit einander verschworen hatten, waren mehr als je überzeugt, daß sie sich hier an der Schwelle des himmlischen Paradieses befanden, in dem sie sich durch das geplante Opfer Eintritt verschaffen konnten.
Sie warteten nur auf den Augenblick, wo sich Nelly allein aus der Umgebung des Weltenfahrzeugs entfernte. Dann wollten sie den Eingang in das vermeintliche Paradies erzwingen.