„Das ist besser, als wenn Ihr zu Euren Göttern schreit,“ rief der Luftpirat. „Haltet Euch nur an den Felsen fest und deckt Euch gegen die Wassermassen. Dann werdet Ihr schon mit dem Leben davonkommen. Aushalten, der Ausbruch geht schon vorüber.“

Mors irrte sich nicht.

Es dauerte allerdings eine Stunde, ehe die entfesselten unterirdischen Gewalten zu toben aufhörten.

Dann verstummte das Brausen und Zischen wie mit einem Zauberschlag, der Geyser schleuderte keine Wassermassen mehr empor und die eben noch überschwemmte Strecke wurde trocken, das emporsprudelnde Wasser durch die Felsspalten wieder in das Innere der Erde zurückströmte.

Am Boden aber lagen drei grauenvoll entstellte Körper, die drei Inder, welche im siedenden Wasser ein schreckliches Ende gefunden hatten.

Nelly war wieder zu sich gekommen und befand sich in den Armen des Kapitäns.

Anfangs schrie sie laut auf, da sie glaubte, daß sie sich noch in der Gewalt der Inder befände, die sie der Gottheit opfern wollten.

Dann aber erkannte sie ihren Retter.

„Sie sind plötzlich über mich hergefallen,“ stammelte Nelly. „Ich konnte nur einmal schreien. Dann wurde mir der Mund zugehalten.“

„Finsterer Aberglauben war es,“ sprach Mors. „Sie wollten Euch einer Gottheit opfern, um in ein hier vermutetes Paradies zu gelangen. Drei dieser Männer sind vom Verderben ereilt worden, und die beiden anderen werden ihre Strafe für ihre Unbesonnenheit und ihren Aberglauben später erhalten.“