„So wenig sicher wie vor mir,“ erwiderte der Luftpirat. „Sie sehen ja, daß auch ich hier eingedrungen bin, und diese Unholde könnten das gleiche tun. Also ich biete Ihnen nochmals Schutz in meiner geheimnisvollen Heimat an. Wollen Sie?“

„Ich danke Ihnen herzlichst für Ihr Anerbieten, aber ich kann nicht. Ich hänge zu sehr an Frankreich. Hoffentlich haben jene Unholde auch anderes zu tun, als sich mit mir zu beschäftigen. Doch nun zur Hauptsache. Das, was ich Ihnen sagen will, betrifft die Katastrophe, die den Bewohnern der Erde droht.“

„Ganz recht, das interessiert mich,“ erwiderte Mors. „Angenommen, jene Menschen hätten einige Weltenfahrzeuge erbaut, so genügt das nicht, um die Bewohner der Erde zu vernichten, dazu gehören noch kolossale Zerstörungsmittel von einer Furchtbarkeit, gegen die unsere irdischen Sprengstoffe als Kinderspielzeug erscheinen.“

Reymond war aufgestanden.

„Das ist es ja, Kapitän Mors,“ sprach er mit furchtbarem Ernst und mit gedämpfter Stimme. „Die Unholde wollen sich einen furchtbaren, zerstörenden Stoff verschaffen, den sie mittelst ihrer Weltenfahrzeuge holen wollen und zwar aus ungeheurer Ferne. Haben sie diesen Stoff, der von geradezu vernichtender Wirkung sein muß, so verwandeln sie ihre Weltenfahrzeuge in Zerstörungsmaschinen und dann wird die Erde von einem Schicksal betroffen, wie es in der ganzen Weltgeschichte noch nicht dagewesen ist. Jene unheimlichen Männer müssen große Kenntnisse in der Mathematik, Astronomie und der Physik besitzen. Wunderbare Kenntnisse, die sie allerdings zu Verbrechen anwenden wollen.“

„Woher gedenken jene Elenden den Zerstörungsstoff zu holen?“ fragte Mors, jedes Wort betonend.

„Vom Planeten Saturn,“ lautete die Antwort. „Von jenem mächtigen Weltkörper, der seltsamerweise das einzige Gestirn ist, das von Ringen umgeben wird, und diese Ringe, die den Riesenkörper des Planeten umkreisen, bergen nach genauen wissenschaftlichen Beobachtungen eine Materie, die so fürchterlich wirkt, daß sie imstande ist, die ganze Erde in Trümmer zu zerspalten. Diesen furchtbaren Stoff wollen jene Unmenschen holen und damit zur Erde zurückkehren.“

„Ich verstehe,“ versetzte Mors mit großer Ruhe. „Sie wünschen, daß ich mit meinem Weltenfahrzeug dies Vorhaben vereitle? Wenn jene Unholde mit dem Zerstörungsstoff zurückkehren, ist es zu spät. Sie würden zuerst mich und meine Fahrzeuge vernichten. Ich bin Ihnen sehr zu Dank verpflichtet, Herr Reymond, und ich erneuere zum dritten Male mein Anerbieten, mit mir nach meiner fernen Insel zu reisen.“

„Nein, ich bleibe in Frankreich,“ erwiderte Reymond. „Ich habe jetzt meine Pflicht getan und das Schicksal der Erde in Ihre Hände gelegt.“

„Aber Sie sind verloren, Herr Reymond,“ sprach Mors, indem er sich langsam erhob. „Ich fürcht das Schlimmste.“