Es war umsonst. Reymond gab nicht nach, er hing zu sehr an seiner schönen, sonnigen Heimat. In dieser Beziehung war er ein Starrkopf.

Er gab Mors noch verschiedene Informationen, aus denen der Luftpirat den Ort entnehmen konnte, an welchem die Weltenfahrzeuge erbaut wurden.

„Ich schulde Ihnen wirklich außerordentlichen Dank,“ erwiderte der Luftpirat. „Ich habe Ihnen sogar das Fenster zerbrochen und Sie in ihrem Schlaf gestört. Sprechen Sie, Herr Reymond, kann ich Sie nicht in irgend einer Weise für diese wichtigen Mitteilungen belohnen?“

„Nein,“ erwiderte der Franzose. „Ich bin selbst sehr vermögend und bedarf nichts. Ich habe jene Pflicht erfüllt, welche das Gebot der Menschenliebe vorschreibt und bin überzeugt, daß Sie alles aufbieten werden, um das Furchtbare zu verhindern. Damit bin ich reich belohnt, das genügt vollkommen.“

„Nun denn, so muß ich handeln,“ rief der Luftpirat. „Ich darf keine Zeit verlieren. Hier ist vielleicht jede Minute kostbar. Leben Sie wohl, mein Herr, ich ruhe und raste nicht, bis ich das Furchtbare verhindert habe. Gelingt es mir nicht, dann habe ich meinen Untergang gefunden.“

Er sprach diese Worte mit finsterem Entschluß und schwang sich auf das Fensterbrett.

Außerhalb befand sich eine kleine Brüstung, da glaubte der Ingenieur trotz der Dunkelheit zu sehen, daß sich dort etwas Schattenhaftes bewegte.

Er hörte auch ein leises Sausen und Summen, dann schien es, als ob Kapitän Mors in die Nacht hinausspränge.

Er hörte einen leichten Aufprall, aber unmittelbar am Fenster, dann folgte ein Rauschen und Schwirren und da sah Reymond, als ob durch die Finsternis etwas Schwarzes, Schattenhaftes von dannen huschte.

Vorsichtig ließ er den Fensterladen wieder herab, aber er fand in dieser Nacht keine Ruhe.