„Davon kann keine Rede sein — es ist ein einfacher Bruch und in sechs Wochen ohne Folgen geheilt.“

„Aber nein, aber nein“ unterbrach die Exzellenz ungeduldig, „net wegn em Armbruch — ich meine die Velöötzung — sondern do weils ihn ihm brochen haben, wird er g’spritzt — verabschiedet, vastehn S’!“

„Aber wenn nur Sie die Anzeig net machen täten — mir ham nix g’sehn. Nacha geht sie sie no gut aus.“

„Und hätte ihr ‚verdienter Offizier‘ mich, den Waffenlosen, obendrein niedergemacht, weil er vorher meine Lieblingsfrau angeflegelt, wäre es dann, nach Ihrer Ansicht, auch noch ‚gut ausgegangen‘?“

„Na hin wern S’ halt gwest,“ grinste die Exzellenz gemütlich.

Man darf doch die Beobachtungen der Alten nie leichtfertig ablehnen, dachte der Fremdling — nach Aristoteles soll es Ochsen geben, die einen Knochen im Herzen haben.

Gäste waren nachgedrängt, besonders jene, an denen die stagnierenden Unarten der neuen Umwelt ausgerundet und wärmer belebt schienen. Mit abschnellenden Handgelenken schleuderten sie einander ihre Argumente wechselseitig ins Zwerchfell, nahmen dann plötzlich wieder den Nukleus der Sache, sozusagen als Kügelchen, auf die fünf geschlossenen Fingerspitzen wie eine erbeutete Laus, um dem Widersacher damit vor der Nase auf und ab zu wedeln. Ratlos sah er um sich:

„Ein Dackel, ein Pintsch, ein Mops — gut! Sie beglücken mich als Typen nicht; doch gut und zugegeben. Aber diese Kreuzung hier aus Dackel, Mops und Pintsch — nein, das geht nicht. Dachte: als ich im Recht war, wollten sie mich niedersäbeln helfen, da ich im Unrecht bin: jemanden schwer verletzt habe, flehen sie mich an, nicht nach der Polizei zu schicken; wie wenn ein bösartiger Irrer das alles gemacht hätte.“ Am Schwersten war der Hofrat loszuwerden, witterte einen raren Fang für „jours“. Endlich an der Tür seines Appartements wandte sich Horus zum erstenmal direkt an den Betulichen:

„Ich wünschte Ihren Landsleuten so sehr Kolonien — das ist, scheint mir — was sie zuvörderst brauchen.“

Der Andre dalberte entzückt etwas von Gemütlichkeit, leichter Musik und alter Kultur verbreiten.