„Du kannst sie dir selbst wählen, heuer zum Geschenk,“ hieß es.
Kühne Pläne wurden geschmiedet. In der Tanzstunde riet die gedunsene Valerie:
„Nimm Eiche mit Gobelins.“
„Nein, blaue Seide mit weißem Lack, auch ein Bidet aus weißem Lack mit Goldknöpfen dazu,“ drängte Olga, die den finnigen Teint hatte vom vielen Käseessen.
Das beneidete Geburtstagskind aber hüllte sich in seliges Geheimnis: „nein, etwas ganz Neues, ganz anderes, ihr sollt sehen. Und zu mir passen muß es wie das Haus zum Schneck.“
Mama sah die Entwürfe. Ja, aber auf dem Boden liege noch ein bedruckter Kreton, der müsse für die Möbel verwendet werden, auch zwei Vorzimmerschränke sollten herein. Schließlich ergab es sich, daß alles schon bestimmt war, lauter vorhandene Reste. Nur die Form der Sesselgestelle unter dem scheußlichen Blümchenkreton blieb ihrer freien Wahl überlassen. Sie hörte gar nicht mehr zu, was der Tapezierer schwatzte. Aus. Kein Kompromiß. Mochten sie machen, was sie wollten. Alles oder nichts ... natürlich wurde es dann immer „nichts“.
Zum Geburtstag kamen die aus der Tanzstunde mit Buketts, rümpften die Nasen. Jetzt Zähne zusammen und Kopf hoch; dann leichthin:
„So sei es gerade recht, so müsse es sein.“
Und sie warf sich vor diesen Kreton, vor diese Vorzimmerschränke, als wären es elterliche Mängel.
Abends aber hieß es in ihre verdunkelte und freudlose Miene hinein: