Am Morgen holte er sie, zeigte ihr das provisorische Haus — die Stelle des künftigen. Kaufte immer noch Gut auf Gut, Ufer und Hügel mit Wein.
Die weltgültigen Anreden der Fremdheit: „Gnädige Frau“ — „Herr Professor“, tanzten auf dem Äther und Kokainrausch ihres gemessenen Nebeneinander. Jedes genoß sie als Verheißung:
So viel liegt noch vor uns.
Nur einmal, als er Baupläne erläuternd, von dem Hügel niederwies auf seinen Grund, da hielt er an im Sachlichen und Klugen. Und in die lange Pause brach es leis, mühsam, gerührt und rührend:
„So im stillen habe ich mir doch immer gedacht, daß Du einmal hier wohnen wirst.“
Die nächsten Tage ließ er sie büßen. Ward sie an seinem verzehrenden Werben warm, winkte er ab mit zärtlichem Hohn, posierte Vorsicht — gebranntes Kind.
„Ja, wenn ich so was sagte, das wäre was anderes. Ich verspreche nicht — ich halte.“
Einmal brach er los:
„Verehrter Energievampir. Zeitvampir! Zeit, das Kostbarste! Jahre hast du mich gekostet: Jahre der Sehnsucht und Leere.“
An einem Hauch Humor über ihre abgewandte Wange hin sah er, sie rechne nach, womit er diese Leere minotauroshaft und auch ansonsten recht vergnüglich ausgefüllt.