Solch süße Stunde werden!
Vergesset mein um keine Not,
Süße, herrliche Isot.“
Andern Tags reiste sie — seufzend in die so lang vermiedene üble Stadt. Nun hoffentlich zum letzten Mal. Es hieß sofort ihre Ehe lösen, Ralph Herson Taten zeigen — diesmal. Ihr einstiges Schwanken gutmachen, denn er glaubte ihr noch nicht. Dieser Zustand war unwürdig, immer mußte ein Schwert zwischen ihnen liegen, ehe sie frei. Alles oder nichts, wie gut sie ihn begriff. Wie stolz es sie machte.
„Zeit, Zeit, das Kostbarste, wieviel meines Lebens wirst du noch vergeuden?“ hatte er gesagt. „Hätte ich dich doch mit fünfzehn Jahren gekannt, mit dir wäre ich sofort sogar eine katholische Ehe eingegangen, hätte ja gewußt, daß mir nie jemand besser gefallen könne, und besäße dich jetzt schon zum zweiten Mal in einem neuen großen, kleinen Mädchen.“
„Willst du denn ein Baby von mir?“
„Eins ist doch gar kein Ausdruck. Sechs will ich von dir haben — vorläufig.“
„Wie lang dauert eine Scheidung?“ frug sie den alten Familienanwalt.
„Ein Jahr. — Ist gar kein Hindernis (aber das gibt’s ja nicht) und schiebt man gewaltig an, ein halbes — vielleicht.“
Sie erschrak. Wußte, sehr weltfremd, in diesen Dingen nicht Bescheid.