„Hier im Herzen inwendig ist ein Raum, darin liegt er, der Herr des Weltalls, der Gebieter des Weltalls: er wird nicht höher durch gute Werke, er wird nicht geringer durch böse Werke. Denn das ist unser Schmuck und Stolz, daß nach Erkenntnis der Seele als Brahman alles Tun-Sollen aufhört, sowie alles Getan-Haben.“

„Wer in sein wahres Selbst einziehen will das ‚Seiende‘, Unzerstörbare, muß seine guten und bösen Taten draußen lassen.“

„Weise und ohne Falsch und frei von Begier in dem Gewoge, steht er als Schauender und ohne Zweiten, er, dessen Welt das Brahman ist.“

„Ihn brennet nicht, was er getan und nicht getan.“

Die lange Welle des großen Atems — wie so oft — ging wieder durch ihn, und rein, als etwas, das irdisch nur dem lebendigen Glockenbrausen in einem Bienenschwarme sich vergleicht: unantastbares, geflügeltes Glück aus Glocken und duftendem Gold.

Wusch die Hände. Während der Strahl über seine glänzenden Nägel sprühte, kam noch einmal unangenehm das Staunen zurück:

„Ethnographie in Ehren. Aber ist es denn wirklich nötig, den Privatfetischismus jeder kleinen Barbarenrotte, die je gelebt, zu registrieren und zu bewahren?“

Und dann vergaß er es. Denn er wollte mit den Frauen noch unter die Frühlingsgestirne in den Garten spielen gehen.

Vor dem letzten Rasthaus schwingen im Mondlicht die schlafenden Elefanten.

Durch den Silbernebel der vier ragenden Massen geht lautlos ein Riesenrhythmus lebendigen Traums. Schwereloses Schlingern und Rollen vor und zurück, die Tonnenflanken und das gehöckerte Haupt hinauf; von Kautschuksäulen elastisch aufgefangen — wieder rückgeleitet zu dem stillen Herzen, das voller Sanftmut mitten inne steht.