»Nun, gottlob!« sagte Gastelmeier, »nun wird ja wohl endlich Ruhe werden.« Und es wurde Ruhe. Köppert bestand darauf, daß Olly sich auf das Sofa legte, und er und Gastelmeier setzten sich zu ihr.

Wie sie geborgen war, und wie in einer Festfreude! Das Glück kam wahr und wahrhaftig!

»Deine Frau ist zu fleißig, Gastelmeier.«

»Jawohl,« sagte der arme, geprüfte Ehemann. »Da ist eine Lokomotive eher aufzuhalten, als so ein Frauenzimmer. Das versuch mal einer.«

»Was – soll denn so ein Hühnchen, so schwer –«

»I wo, Hühnchen,« unterbrach ihn Gastelmeier. »Nein, wahrhaftig, Köppert, red' gefälligst von den Frauenzimmern gar nicht mit. Wart' erst!«

»O du!« sagte Olly zu ihrem Mann, »was weißt denn du, kleiner Mimm.«

»Ich? na, weißt du, Olly – reden wir nicht davon.«

»Ich weiß, ich bin eine ungemütliche Person,« sagte Olly, und strich Mimm über den Rockärmel. »Mimm müßte eine ganz andre haben, er ist so gemütlich. – Herrgott und daß ich jetzt krank bin! Weshalb hat mich das nun gerad' getroffen, gerad' jetzt!«

»Sagen Sie 'mal,« fragte Köppert, »haben Sie jemals gehört, daß einer sagt, wenn etwas Gutes kommt: Herrgott, weshalb trifft mich's gerade? Haben Sie das?«