»I wo,« sagte der sparrige Jüngling, dem die Erklärung unglaublich vorzukommen schien.

»Hab' ich's nicht immer gesagt, das kommt von der Fexerei,« rief Tante Zänglein. »So ein unsinniges, altmodisches, modernes Ding über einem Herd zu haben, das kann auch nur Euch passieren. Die ganze Simpelei hing an einem Draht.«

Während dies und noch verschiedenes andre geäußert wurde, stürzte die ganze Gesellschaft hinaus, durch den Korridor in die Küche. Dort fand man ein Bild der Zerstörung vor, das jeder Beschreibung spottete. Es war wirklich der künstliche Rauchfang, den irgend ein mittelalterlich gesinnter Stilbaufex über dem modernen Sparherde sinnreich angebracht hatte, herabgestürzt. Der Rauchfang hatte sich über den Herd gestülpt und alles, was auf dem Herd war, überdeckt – und da war etwas, man roch es noch, etwas Gebratenes, Gezwiebeltes, und alles, was auf dem Bord des Rauchfangs stand, war mit heruntergepoltert und lag zerbrochen und zerquetscht umher. Was irgend an der Wand hing, war herabgestreift, ein Chaos, und Emil war nicht zu bemerken.

Die entsetzte Mutter lehnte, unfähig, irgend etwas Vernünftiges zu thun oder zu sagen, an dem Thürpfosten.

Olly rief: »Emil!«

»Der Emil wird doch nicht drunter gekommen sein?« meint Tante Zänglein.

»I wo,« sagte der sparrige Jüngling und rüttelte mit Erwin, Gastelmeier und Olly an dem Unglücksrauchfang; aber es war keine Möglichkeit, ihn in die Höhe zu bringen. Es war alles mit dem Herd fest verkeilt.

»Da hat er sich über Euer Abendbrot gestülpt,« sagte Tante Zänglein und schnüffelte mit dem Näschen, »vorhin roch es so gut nach Zwiebel. Was hattet Ihr denn Feines? Das geht ja hoch her!«

»Lieber Himmel,« sagte Frau Kovalski tragisch. »Das waren die Beefsteaks, die sollten uns wieder etwas zu Kräften bringen, die sind nun auch verloren! Wo ist denn Franziska hingelaufen? Weshalb hat sie sie nicht vordem aufgetragen?«

»Ja, als ob man bei Euch irgend etwas vorher wissen könnte!« sagte Tante Zänglein.