Er wurde wieder er selbst.
Der tödliche Geldblutdurst, der wie ein häßlicher Krampf ihn überfallen hatte, ließ einen freien Augenblick jetzt wieder in ihm aufkommen.
„Ja, da bin ich nun ein schwerreicher Mann!“ sagte er mit der bekannten und berühmten Doktor Frey’schen Prophetenstimme. „Mama hat geerbt.“
*
„Na, Alte, nun hast du einen reichen Mann!“
So empfing Doktor Frey scherzend seine Gattin, als sie nach dem Begräbnis ihres Bruders nach München zurückkehrte. Er trug eine Trauerbinde.
Die Mädchen hatte er ins allererste Konfektionsgeschäft geschickt und ihnen Trauerkleider machen lassen, aus dem „ff“ wie er sagte.
Und wie die beiden im Zimmer geschäftig hin- und wiedergingen, um für Mama den Kaffeetisch zu richten, war in dem einfachen Raum mit seinen altmodischen, verbrauchten Möbeln ein zartes Rauschen und Knistern, so eine intime flüsternde Harmonie zu spüren, die die Bewegungen der beiden jungen Geschöpfe umgab.
Doktor Frey wanderte im Zimmer auf und ab und lauschte andächtig auf das süße, seidige, zarte Schürfen, das von den beiden Bamsen ausging.
„Frou-Frou,“ sagte er.