Die verriegelte Thür wurde kräftig zu öffnen versucht.
„Déesse!“ rief eine heftige Stimme. „Sapperlot!“
Wie aus tiefem Schlaf erwacht sagte sie „Papa?“
„Seid ihr denn alle des Kuckucks! Ihr wißt doch, daß ich in einer Stunde ……“
Da war schon die Thür aufgeriegelt und ein großer blonder Mann mit rötlichem Gesicht, vollem lockigen Haar, das aber auf dem Wirbel einem Glätzchen gewichen war, trat ein.
Eine markige Persönlichkeit.
„Weibergegacker! — Draußen laufen sie wie die Hühner umeinand’! Und was machst du denn hier, Déesse? Mein Handkofferl sollt doch gepackt sein?
Ich werd euch mal Beine machen! Fertig sollt’s sein und die Mutter bügelt noch an den Stärkhemden. Zum Teufel, — ich will gar keine Stärkhemden! — Touristenhemden will ich.“
Das kam alles herausgepoltert. Das ganze Zimmer war voller Lärm und Spektakel, als wäre ein Bergstrom hereingebrochen.
Das war Doktor Heinrich Ewald Frey, Schriftsteller und Allerweltsmann, Vereinsmann, Redner, voraussichtlicher Reichstagsabgeordneter und so weiter.