Lächerlich war es, wenn sie von Kunst zu ihm sprach; was hatte sie damit zu thun? Was ging sie die Kunst an?
Freilich mußte er lachen!
Ihr war, als sollte sie ersticken.
Und da fühlte sie die ganze Verachtung, die auf dem Weibe liegt. Wie einen schweren, bleiernen Druck empfand sie diese große Verachtung, die Stolz und Freudigkeit nimmt.
Was war sie? — Zu wem gehörte sie? Sie hatte wahrhaftig kein Recht, stolz und froh zu sein.
Ein dumpfes Stöhnen entrang sich ihr, ein erstickter Schrei, als wäre sie geschlagen.
Und sie hatte geglaubt wie ein Mensch zum Menschen sein zu dürfen.
Was hatte denn Mrs. Wendland gesagt? — Da fiel ihr allerhand ein, was sie damals garnicht verstanden.
Die also auch, die kannte all’ die Gedanken, die so neu, so schmählich über sie jetzt herfielen. Nach dem, was die gesagt hatte, müßte die ja auch leiden.
Fühlten alle Weiber, wie sie jetzt fühlt? Und war denn das möglich, daß sie noch nie etwas derartiges empfunden hatte?