Ob er glaubt, daß ich mich wohl fühle?

Ob er überhaupt einmal über mich nachdenkt? — — — Ich weiß nicht!“

Sie war ratlos.

Isolde kniete damals in wahrer Todesangst neben ihr und hielt ihre festgeballte kleine Hand in der ihren.

Und wie Isolde ihre von Weinen ganz entstellte Schwester ins Haus zurückgeführt hatte, kam Mengersen eben aus seinem Atelier.

Er trug, wie immer im Haus, einen weißen Flanellanzug.

Man sah ihm an, er hatte mit Glück gearbeitet und befand sich geistig und körperlich außerordentlich wohl, blies behaglich die blauen Wölkchen seiner Cigarette in die Luft, da bemerkte er die beiden Schwestern.

„Was ist geschehn, Marie?“ fragte er kurz. „Hast du dich wieder gehen lassen? Du sollst ja nicht, bedenke doch deine Lage, und verschone mich etwas, wenn es dir möglich ist, mit diesen Launen. Ein wenig kannst du dich ja wohl zusammennehmen.“

Er war unangenehm berührt. Isoldens Besuche bei ihrer Schwester mochten ihm auch fatal sein. Sie fühlte, daß sie ihn irritierte.

Ihm gegenüber hatte sich bei ihr ein ganz sonderbarer Ton herausgebildet, der ihrer Natur fremd war, eine leichte, kühle Ironie.