Sag doch, was hast du geleistet, das dir das Recht gäbe, mitzureden oder mitzuhandeln? Das was ich errungen habe, rechnest du dir das etwa mit an? Meinst du, man teilt sich in so etwas, wie in eine Torte oder wie in ein Vermögen?
Bitte, mach dir das einmal klar. Die Frauen berühmter Männer versäumen es gewöhnlich, darüber nachzudenken.
Du hast deine Kinder, bist dabei, sie so ziemlich gedankenlos zu erziehen, du stehst deinem Hausstand erträglich vor, läßt mich bei jeder Gelegenheit aber unter deinen Nachlässigkeiten leiden. Erfülle deine Pflichten und laß alles Übrige auf sich beruhen. Nimm dir ein Beispiel an Paulinen, die ist wie eine Frau sein soll. Haben wir uns nun endlich einmal verstanden, Marie?“
Er sah in ein bleiches, thränenloses Gesicht.
„Ja,“ sagte sie.
In diesem Augenblick klammerte sich ihre verachtete Seele an die Liebe zu ihren Kindern, und diese Liebe wurde zu einer Extase, die jede Marter des Herzens überwuchs.
*
Von diesem Tage an warb sie nicht wieder um die geistige Zugehörigkeit zu ihrem berühmten Gatten. Er hatte von diesem Tag an Ruhe vor „der Fliege“, hatte von diesem Tag an sich eines tadellosen Hauswesens zu erfreuen.
Der Einfluß der Schwägerin Pauline begann zu regieren.