Gebrochen an Leib und Seele — — aber ohne Reue! Im tiefsten Herzen unsagbar glücklich! Jubelnd vor Wonne, daß sie beieinander geblieben waren.
Lachen konnten sie über das was die Welt „Liebe“ nennt, diese kleine civilisierte Liebe! Dies Hündchen mit der Steuermarke um den Hals.
Sie hatten die löwenstarke Liebe kennen gelernt, die königliche, über die nichts auf Erden Macht hat. Die noch nie eine Kette litt! Die noch immer entkam. —
Krank, sterbenskrank lagen sie einsam, arm im Krankenhaus einer großen Stadt, dem Tode nahe.
Kein Mensch kannte sie. Niemand fragte nach ihnen. Niemand half ihnen. Und wer etwa von ihnen wußte, verachtete sie.
Sie hatte sich an sein Bett tragen lassen und er hielt ihre Hand in der seinen. — Beide totkrank.
„Was sind wir doch für glückliche Menschen!“ sagte er.
Das war die feierliche Stunde der Erlösung, die Stunde des Triumphes.
Von da an gesundeten sie.
Aber ihr Leben bisher war wie ein Leben auf der Folter gewesen. Die zertretnen Herzen mußten erst wieder heilen und heilten langsam. Oft schien es, daß es nicht zur Heilung käme — aber sie heilten.