»Der können wir doch nicht von unsrer Schmierseife geben!« sagte Marie leise.

Und mit einem Stück Mandelseife und der neuen Schwester wanderten sie beide hinauf in die Dachstube.

Dann ging's an das feierliche Kaffeetrinken.

Die Schwester aß wie ein Vögelchen, und Röse und Marie nötigten sie gewaltig. Sie saß zwischen beiden. Der Vater hielt auch mit.

»Siehst du,« sagte er zu seiner ältesten Tochter, »mit diesen beiden großen Bernhardinerhunden,« damit deutete er auf Marie und Röse, »mußt du nun auskommen.«

Da lächelte das fremde Mädchen zum erstenmal.

Und der Vater hatte recht!

Wie sie so dasaßen, vorgebeugt mit ihren blonden Mähnen und den guten Gesichtern, die Schwester nicht aus den Augen lassend, ließ sich gar nichts Treffenderes von ihnen sagen.

»Sag mal,« fragte der Vater, um nur etwas zu sagen, »von eurer Wohnung aus konnte man die Alpen doch wohl nicht sehen?«