Die Kummerfelden sagte den Ratsmädchen, daß sie und Frau Fabian die Sache auf die Kappe nehmen würden. „Uns geschieht damit nichts. Ihr sollt es nur hineintragen und sagen: ‚Eine schöne Empfehlung von der Kummerfelden.‘“

Nach einer Weile war die Fabian wieder mit einem Vers zu stande gekommen und donnerte folgendes herab, für die kleine Figur mit dem Löffel:

„Führt der Weg zu Mannes Herz

Durch die Küche ohne Scherz?

Bist Du garstig oder schön,

Mädchen! Du mußt diesen gehn.

Herz, Verstand, für Haus und Küch’ —

Und — die Liebe findet sich.“

„Fabian, Du bist ein herrliches Weib!“ rief die Kummerfelden ganz begeistert der Freundin hinauf. „Es steckt ein Philosoph in ihr, ich hab’ es immer gesagt. Und ein Charakter ist sie, so manchen Groschen hätte unsere Fabian für Gelegenheitsverse einheimsen können, aber ihr Lebtag hat sie die Kunst, ohne Lohn zu beanspruchen, geübt, das kann keiner von all den Großen hier sagen, ja, ja, ne, ne!“

„Dank auch bestens,“ rief die Fabian herab, mit einem etwas zerstreuten Ausdruck, ungefähr, als hätte sie geniest, und die Kummerfelden hätte ihr Gesundheit gewünscht.