Das sonderbare Weihnachtsgeschenk für Vater und Sohn Goethe kam allmählich in einer wunderbaren Vollendung zu stande.
Die Mädchen bauten am Gärtchen, die Fabian an den Versen weiter; unter anderen entstand ein Vers auf zwei Flammen August von Goethes, auf die Frau eines Kammerrates und die des Polizeidirektors.
Diesen Vers in seiner Kraft, Würze und Knappheit, seiner umfassenden Keckheit, mit der er zwei Damen mit einmal erledigte und auf den Frau Fabian besonders stolz war, diesen Vers wollen wir hier nicht übergehen. Er lautete folgendermaßen:
„Ob Kammer oder Polizei,
Das steht noch zu erfragen,
Wir wollen es nun einmal
Mit allen beiden wagen.“
Man war vollkommen befriedigt; Frau Fabian trank drei bis vier Liköre zur Stärkung nach ihrer schweren geistigen Anstrengung und bekam eine außerordentlich gute Laune, eine Laune, wie nur die Fabian sie haben konnte, so ausdrucksvoll und kräftig, daß es eine Freude war, und daß der Tisch, an dem man saß, nicht aus dem Schüttern herauskam, teils, weil alle um ihn her unausgesetzt lachten, und weil die Fabian vor lauter Lebenskraft zur Bestätigung ihrer Meinung oftmals mit der Faust zwischen die Tassen schlug.
„I, der Tausend,“ sagte Mamsell Muskulus bewundernd, als die Frau einmal ihre Schultern statt des Tisches getroffen hatte, „wo sie hintrifft, da wächst kein Gras.“