Hilde. Werden Sie sich denn darüber nie hinwegsetzen können?

Solneß. Nein. Um dazu zu kommen, Heimstätten zu bauen für andere, mußte ich verzichten — für alle Zeiten darauf verzichten, selber ein Heim zu haben. Ich meine ein Heim für die Kinderschar. Und für Vater und Mutter auch.

Hilde (behutsam). Aber mußten Sie denn das? Für alle Zeiten, sagen Sie?

Solneß (nickt langsam). Das war der Preis für dieses Glück, von dem die Leute so viel reden. (Er atmet schwer.) Das Glück da — hm — das Glück war nicht billiger zu erkaufen, Hilde.

Hilde (wie oben). Aber kann's mit dem nicht doch noch wieder gut werden?

Solneß. Nie. Niemals. Das ist auch eine Folge vom Brande. Und von Alines Krankheit darauf.

Hilde (sieht ihn mit einem unbestimmbaren Ausdruck an). Und doch bauen Sie immer noch alle die Kinderstuben.

Solneß (ernst). Haben Sie nie gemerkt, Hilde, daß das Unmögliche — daß das einen gleichsam lockt und ruft?

Hilde (denkt nach). Das Unmögliche? (Lebhaft.) Gewiß! Haben Sie's auch auf die Art?