Herdal. Da glitt sie wohl zu Ihnen hinüber?

Solneß. Ganz und gar. Ich merke, daß sie es fühlt, wenn ich hinter ihr bin und sie ansehe. Sie bebt und sie zittert, so oft ich nur in ihre Nähe komme. Was halten Sie davon?

Herdal. Hm — das läßt sich schon erklären.

Solneß. Nun gut, aber dann das andere? Daß sie glaubte, ich hätte ihr gesagt, was ich bloß gewünscht und gewollt hatte — so in aller Stille. Inwendig. Ganz für mich. Was sagen Sie dazu? Können Sie mir so etwas erklären, Herr Doktor?

Herdal. Nein, darauf lasse ich mich nicht ein.

Solneß. Das dachte ich mir im voraus. Darum habe ich bisher auch nie davon reden wollen. Aber auf die Dauer fällt mir die Sache verdammt lästig, begreifen Sie wohl. Da muß ich tagtäglich herumgehen und thun, als ob ich — Und es ist ja eine Sünde gegen das arme Ding. (Heftig.) Aber ich kann nicht anders. Denn rennt sie von mir fort — so macht sich auch Ragnar auf den Weg.

Herdal. Und Ihrer Frau haben Sie diesen ganzen Zusammenhang nie erzählt?

Solneß. Nein.

Herdal. Du lieber Gott, warum thun Sie denn das nicht?