REBEKKA. Sie können sich also gar nicht von der Ansicht frei machen, unser Verhältnis bedürfe der – Legalisierung, wie Sies nennen?

KROLL. Auf die Sache selbst will ich nicht näher eingehn. Allerdings aber glaub ich beobachtet zu haben, daß man dort am leichtesten mit allen sogenannten Vorurteilen bricht, wo es sich handelt um – hm.

REBEKKA. Um das Verhältnis zwischen Mann und Weib, meinen Sie?

KROLL. Ja, – offen gestanden, – das glaub ich.

REBEKKA (geht durch das Zimmer und blickt zum Fenster hinaus). Rektor Kroll, beinah hätt ich gesagt, – möchten Sie nur recht haben.

KROLL. Was meinen Sie damit? Sie sagen das in einem so seltsamen Ton.

REBEKKA. Ach was! Sprechen wir nicht mehr von diesen Dingen ... Ah, – da kommt er.

KROLL. Schon! Dann geh ich.

REBEKKA (auf ihn zugehend). Nein, bleiben Sie. Denn nun sollen Sie etwas erfahren.

KROLL. Jetzt nicht. Ich ertrag es nicht, ihn jetzt zu sehn.