REBEKKA (mit gebrochener Stimme). Ich nannt es so, ja.
ROSMER (nach kurzem Schweigen). Hast du nun alles bekannt, Rebekka?
REBEKKA. Ja.
REBEKKA (sieht ihn erschreckt an). Was sollt ich denn sonst noch haben?
KROLL. Gaben Sie schließlich Beate nicht zu verstehn, es wäre notwendig, – nicht bloß das beste, – sondern notwendig, aus Rücksicht auf Sie und Rosmer, daß Sie anderswohin reisten, – und zwar so schnell wie möglich? – Nun?
REBEKKA (leise und undeutlich). Vielleicht hab ich etwas ähnliches gesagt.
ROSMER (sinkt in den Lehnstuhl am Fenster). Und an dieses Lug- und Truggewebe hat sie geglaubt, die unglückliche Kranke! Hartnäckig und fest geglaubt! Unerschütterlich! (Sieht REBEKKA an.) Und niemals wendete sie sich an mich. Niemals auch nur mit einem Worte! O Rebekka, – ich sehs dir an, – du hast ihr davon abgeraten!
REBEKKA. Sie hatte sichs ja in den Kopf gesetzt, sie habe – als kinderlose Frau, – nicht das Recht, hier zu sein. Und so bildete sie sich ein, ihre Pflicht gegen dich gebiete ihr, Platz zu machen.
ROSMER. Und du, – du tatest nichts, ihr diese Wahnvorstellung zu nehmen?