KROLL. Nicht ein Wort der Reue! Vielleicht fühlen Sie gar keine?
REBEKKA (kalt abweisend). Entschuldigen Sie, Herr Rektor, – das ist eine Sache, die andre nichts angeht. Das mach ich schon mit mir selbst ab.
KROLL (zu ROSMER). Und mit diesem Weibe lebst du zusammen unter einem Dache! In vertraulicher Gemeinschaft! (Blickt umher auf die Porträts.) O, – wenn diese da jetzt auf uns herabsehn könnten!
ROSMER. Gehst du nach der Stadt?
KROLL (nimmt seinen Hut). Ja. Je eher je lieber.
ROSMER (nimmt ebenfalls seinen Hut). Ich geh mit.
KROLL. Du gehst mit! Ach ja, das wußt ich, daß wir dich noch nicht ganz verloren hatten.
ROSMER. So komm, Kroll! Komm!
(Sie gehn beide durch das Vorzimmer hinaus, ohne Rebekka anzusehn. – Kurz darauf tritt sie vorsichtig ans Fenster und blickt zwischen den Blumen hindurch hinaus.)
REBEKKA (spricht halblaut mit sich selbst). Auch heute nicht über den Steg. Geht oben herum. Kommt niemals über den Mühlbach. Niemals. (Geht vom Fenster weg.) Ja, ja! Wohlan!