ROSMER (entschlossen). Nun gut. Dann, Rebekka, steh ich unter der Herrschaft unsrer freiern Lebensanschauung. Über uns gibt es keinen Richter. Und deshalb müssen wir uns selber richten.

REBEKKA (missdeutet seine Worte). Auch das. Auch das. Mein Fortgehen wird das Beste in dir retten.

ROSMER. Ach, an mir ist nichts mehr zu retten.

REBEKKA. Doch. Aber ich, – fortan würd ich nur noch einem Meergespenst gleichen, das das Schiff, auf dem du dahinsegeln sollst, in seinem Lauf hemmte. Ich muß über Bord. Oder soll ich vielleicht hier oben auf der Welt bleiben und mein verkrüppeltes Leben noch weiter hinschleppen? Ewig brüten und grübeln über das Glück, um das meine Vergangenheit mich betrogen hat? Ich, Rosmer, muß das Spiel aufgeben.

ROSMER. Wenn du gehst, – dann geh ich mit –.

REBEKKA (lächelt fast unmerklich, sieht ihn an und sagt leiser): Ja, Lieber, komm mit – und sei Zeuge –

ROSMER. Ich geh mit dir, sag ich.

REBEKKA. Bis zum Steg, ja. Ihn zu betreten getraust du dich ja nicht.

ROSMER. Hast du das bemerkt?

REBEKKA (traurig und gebrochen). Ja ... Das wars, was meine Liebe hoffnungslos machte.