BRENDEL. Nu nu! As you like it, Mister Kroll. Kann mir höchst gleichgültig sein, Ulrich Brendel bleibt doch, was er ist.
REBEKKA. Sie wollen wohl nach der Stadt, Herr Brendel?
BRENDEL. Die Frau Pastorin habens getroffen. Von Zeit zu Zeit bin ich genötigt, in dem Kampf ums Dasein eine Schlacht zu schlagen. Ich tus nicht gern; aber – enfin – die unerbittliche Notwendigkeit –
ROSMER. Aber lieber Herr Brendel, Sie werden mir doch gestatten, Sie mit irgend etwas zu unterstützen? Auf die ein oder andre Weise –
BRENDEL. Ha, ein solcher Vorschlag! Du könntest das Band beflecken, das uns vereint? Niemals, Johannes, – niemals!
ROSMER. Aber was gedenken Sie in der Stadt anzufangen? Glauben Sie mir, so leicht werden Sie da Ihr Fortkommen nicht finden –
BRENDEL. Das überlaß mir, mein Junge. Die Würfel sind gefallen. So wie ich hier vor dir steh, befind ich mich auf einer großen Reise. Weit größer als all meine frühern Streifzüge zusammen. (Zu KROLL.) Darf ich den Herrn Professor etwas fragen, – d. h. entre nous? Gibt es nämlich in Ihrer wohllöblichen Stadt ein leidlich anständiges, reputierliches und geräumiges Versammlungslokal?
KROLL. Das geräumigste ist der Saal des Arbeitervereins.
BRENDEL. Haben der Herr Doktor irgend welchen qualifizierten Einfluß in diesem ohne Zweifel sehr nützlichen Verein?
KROLL. Ich hab gar nichts damit zu tun.