REBEKKA (zu BRENDEL). Sie müssen sich an Peter Mortensgaard wenden.
BRENDEL. Pardon, Madame, – was ist das für ein Idiot?
ROSMER. Warum halten Sie ihn für einen Idioten?
BRENDEL. Hör ichs dem Namen nicht sofort an, daß er einem Plebejer gehört?
KROLL. Die Antwort hätt ich nicht erwartet.
BRENDEL. Aber ich will mir Zwang antun. Bleibt mir keine andre Wahl. Wenn man, – wie ich, – an einem Wendepunkt seines Lebens steht –. Abgemacht. Ich setze mich mit dem Individuum in Verbindung, – knüpfe direkte Unterhandlungen an –
ROSMER. Stehn Sie in der Tat ernstlich an einem Wendepunkt?
BRENDEL. Weiß denn mein braver Johannes nicht, daß, wo Ulrich Brendel steht, er dort immer ernstlich steht?... Ja, mein Junge, nun will ich mir einen neuen Menschen anziehn. Die bescheidne Zurückhaltung aufgeben, die ich bisher beobachtet habe.
ROSMER. Wie denn –?
BRENDEL. Mit tatkräftiger Hand will ich ins Leben eingreifen. Hervortreten. Auftreten. Wir leben in der sturmbewegten Zeit der Sonnenwende ... Nun will ich mein Scherflein auf dem Altar der Befreiung niederlegen.