ROSMER (stutzt, blickt auf). Neue Verhältnisse!

REBEKKA. Ja, neue Beziehungen zur Welt da draußen. Leben, schaffen, handeln. Nicht hier sitzen und grübeln und brüten über unlösbaren Rätseln.

ROSMER (steht auf). Neue Verhältnisse? (Er geht durch das Zimmer, bleibt an der Tür stehn und kommt dann zurück.) Da geht mir ein Gedanke durch den Kopf. Ist dir, Rebekka, dieser Gedanke nicht auch schon gekommen?

REBEKKA (atmet schwer). Laß mich – wissen – was es ist.

ROSMER. Wie, glaubst du, wird nach diesem Tage sich unser Verhältnis gestalten?

REBEKKA. Ich denke, unsre Freundschaft hält es schon aus – was auch kommen mag.

ROSMER. So meint ichs nun grade nicht. Aber das, was uns zuerst zusammen führte, – und was uns einander so innig vereint, – unser gemeinschaftlicher Glaube an eine reine Kameradschaft zwischen Mann und Weib –

REBEKKA. Ja ja – nun?

ROSMER. Ich meine, ein solches Verhältnis, – wie das unsre also, – eignet sich das nicht vorzugsweise zu einer stillen friedlich-glücklichen Lebensführung –?

REBEKKA. Und dann!