REBEKKA. Und Ihnen ward er anvertraut, um ihn zu besorgen? Ja, liebe Frau Hilseth, dann ist es ja nicht schwer zu erraten, von wem er war.

FRAU HILSETH. Na?

REBEKKA. Natürlich wars ein Brief, den die arme Frau Rosmer in ihrem krankhaften Zustande –

FRAU HILSETH. Das behauptet Fräulein, nicht ich.

REBEKKA. Aber was stand denn in dem Briefe? Nu ja, 's ist wahr, – das können Sie ja nicht wissen.

FRAU HILSETH. Hm, 's könnte schon sein, daß ichs nu doch wissen täte.

REBEKKA. Sagte sie Ihnen denn, was sie geschrieben hatte?

FRAU HILSETH. Nein, das grad nicht. Aber als er, der Mortensgaard, ihn gelesen hatte, da fing er an mich kreuz und quer auszufragen, so daß ichs schon erraten konnte, was drin stand.

REBEKKA. Und was, glauben Sie, stand darin? Ach, liebe gute Frau Hilseth, erzählen Sie mir das doch?

FRAU HILSETH. Nein nein, Fräulein. Nicht um alles in der Welt.