REBEKKA (nach kurzem Schweigen setzt sich neben das Sofa in einen Lehnstuhl). Warum haben Sie uns während der ganzen Schulferien nicht ein einziges mal besucht?
KROLL. Äh, man kann den Leuten doch nicht immer das Haus einrennen –
REBEKKA. Wenn Sie wüßten, wie wir Sie vermißt haben –
KROLL. – und dann war ich ja auch verreist –
REBEKKA. Ja, vierzehn Tage. Sie hielten ja wohl Volksversammlungen ab?
KROLL (nickt). Und was sagen Sie dazu? Hätten Sie das gedacht, daß ich auf meine alten Tage noch politischer Agitator werden könnte? Was?
REBEKKA (lächelnd). Ein wenig, Herr Rektor, haben Sie immer agitiert.
KROLL. Nu ja; so zu meinem Privatvergnügen. Aber nun wirds ernst, verlassen Sie sich drauf ... Lesen Sie bisweilen diese radikalen Blätter?
REBEKKA. Ja, Herr Rektor, ich will nicht leugnen, daß –
KROLL. Liebes Fräulein West, dagegen ist nichts einzuwenden. So weit Sie persönlich in Frage kommen.