REBEKKA. Nein, er macht einen kleinen Spaziergang. Er bleibt heut etwas länger als gewöhnlich. Aber er muß jeden Augenblick kommen. (Zeigt auf das Sofa). Bitte, nehmen Sie so lange Platz.

KROLL (legt den Hut fort). Danke bestens. (Setzt sich und sieht sich um.) Nein, wie freundlich Sie das alte Zimmer ausgeschmückt haben. Überall Blumen, oben und unten.

REBEKKA. Rosmer hat immer gern frische lebende Blumen um sich.

KROLL. Na, Sie doch auch, scheint mir.

REBEKKA. Gewiß. Sie verbreiten einen so herrlichen betäubenden Duft. Früher mußten wir uns ja dies Vergnügen versagen.

KROLL (nickt traurig). Die arme Beate konnte den Duft nicht vertragen.

REBEKKA. Und die Farben auch nicht. Sie wurde ganz wirr im Kopfe davon –

KROLL. Ich erinnre mich. (In leichterm Ton.) Na, wie gehts denn hier draußen?

REBEKKA. Nun, hier geht alles seinen ruhigen gleichmäßigen Gang. Ein Tag wie der andre ... Und bei Ihnen? Ihre Frau?

KROLL. Ach, liebes Fräulein West, reden wir nicht von mir und den meinen. In einer Familie gibts immer etwas, das nicht klappt. Namentlich in solchen Zeiten wie diesen.