ROSMER. Mir scheint, es muß glücken. O, welche Freude es dann sein würde zu leben! Kein gehässiger Streit mehr. Nur noch Wettstreit. Alle Augen auf das eine Ziel gerichtet. Alle Triebe, alle Sinne vorwärts strebend, – empor, – jeder auf seinem eignen naturnotwendigen Wege. Das Glück aller, – geschaffen durch alle. (Sieht zufällig durchs Fenster ins Freie, fährt zusammen und sagt traurig.) Ach! Nicht durch mich.

REBEKKA. Nicht –? Nicht durch dich?

ROSMER. Und auch nicht für mich.

REBEKKA. O, Rosmer, laß solche Zweifel nicht in dir aufkommen!

ROSMER. Glück, – liebe Rebekka, – Glück, das ist vor allen Dingen das stille frohe sichre Bewußtsein der Schuldlosigkeit.

REBEKKA (sieht vor sich hin). Ja, das mit der Schuld –.

ROSMER. O, darüber kannst du kaum urteilen. Aber ich –

REBEKKA. Du am allerwenigsten!

ROSMER (zeigt zum Fenster hinaus). Der Mühlbach!

REBEKKA. O, Rosmer –!