So standen wir lange im Schatten neben dem Zaune. Auch unser Hund Karo kam unter dem Karren hervor. Wir waren sehr vergnügt, bis der Abend dem Spiele ein Ende machte.

29. DIE VÖGLEIN.

Warum wohl die Vöglein fliegen können?
Ei, das magst du ihnen schon gönnen.
Auf der Erde sind Tiere viel
Und haben hier und dort ihr Spiel.
Da war kein Platz für die Vögel mehr;
Das dauerte den lieben Gott so sehr,
Darum hat er ihnen Flügel gegeben,
Daß sie dort oben in Lüften schweben;
Da können sie spielen den ganzen Tag
Und haben Platz, wie viel jedes mag.

30. VOM HÄNSCHEN.

Hänschen und Gretchen spielten im Garten. Da kam ein schöner Schmetterling geflogen. Gleich wollte Hans ihn fangen. Gretchen rief: "Ach, laß doch das hübsche Tierlein gehen!" Aber Hans hörte nicht darauf. Mit dem Hute in der Hand lief er dem Schmetterlinge nach. Er schaute immer nur in die Höhe. Patsch,—fiel er in einen tiefen Graben voller Wasser. Der Schmetterling flog munter davon. Hänschen ging weinend heim und wurde noch ausgelacht.

31. SPRÜCHE.

Ein gutes Kind gehorcht geschwind
Und folgt sofort aufs erste Wort.
Was du nicht willst, das man dir tu',
Das füg' auch keinem andern zu.
Vorgetan und nachbedacht
Hat manchem großes Leid gebracht.
Quäle nie ein Tier zum Scherz,
Denn es fühlt, wie du, den Schmerz.

32. DIE SCHNECKE:

Die Schnecke ist gar übel dran.
Wie muß sie sich doch plagen!
Sie muß ihr Haus
Tagein, tagaus
Auf ihrem Rücken tragen.
Die Schnecke ist nicht übel dran.
Sie weiß sich wohl zu schützen:
Nimmt sie Gefahr
Vom Feinde wahr,—
Bleibt sie im Häuschen sitzen.