Hier hob Christine wieder ihre dunkelblauen Augen gen Himmel:
»Gott ist unser Zeuge, und die Menschen brauchen es nicht zu wissen.«
»Ich sehe, daß dein Verstand deiner Schönheit gleichkommt. Gut denn, Gott sei unser Zeuge — Amen! Lehne dich mit deinem Arm an mich, denn da das Versprechen feststeht, gestattet es auch die Sitte. Fürchte dich nicht; was ich gestern tat, könnte ich heut' nicht tun, selbst wenn ich es wollte, denn ich muß auf die Pferde acht haben.«
Christine genügte dem Wunsche des Ritters, und dieser sagte weiter:
»Immer, wenn wir allein sein werden, nenne mich mit dem Vornamen.«
»Es wird mir schwer,« antwortete sie lächelnd, »ich werde den Mut nicht haben.«
»Und ich habe den Mut gehabt.«
»Ja, Ihr seid ein Ritter, Ihr seid tapfer, Ihr seid ein Soldat ...«
»Christinchen, meine liebe, liebe ...«