»Ha, draußen ist's eiskalt, und Cupido ist nackt, aber ich denke, wenn er hierherkommt, in diesem Hause wird er nicht frieren!« rief Sagloba. »Ich sehe schon, vor lauter Seufzern wird es tauen, nur vor Seufzern.«
»Laßt das!« sagte Christine.
»Ich danke Gott, daß Ihr Euren jovialen Humor nicht verloren habt,« sagte Ketling, »denn Heiterkeit ist ein Zeichen der Gesundheit.«
»Und das reine Gewissen, das reine Gewissen!« versetzte Sagloba. »Der Weise sagt: Wen es juckt, der kratze sich — und mich juckt es nicht, darum bin ich lustig. O, bei den Ungläubigen, was sehe ich! Habe ich dich nicht in polnischer Tracht gesehen, im Luchskalpak und mit dem Säbel, und nun hast du dich wieder in so einen Engländer verwandelt und gehst auf dünnen Füßchen einher wie ein Kranich?«
»Weil ich lange Zeit in Kurland gewesen bin, wo man die polnische Tracht nicht trägt, und weil ich zwei Tage bei dem englischen Residenten in Warschau verbracht habe.«
»So kommst du aus Kurland?«
»Ja, mein Adoptivvater ist gestorben und hat mir ein zweites Gut hinterlassen.«
»Friede seiner Asche! War er ein Katholik?«
»Ja, Katholik.«
»So hast du wenigstens einen Trost. Und wirst du uns wegen jenes kurländischen Erbes nicht verlassen?«